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RadwegeRadwege

Radwege sind so etwas wie die Lebensadern einer umweltfreundlichen Fortbewegung und existieren gleichermaßen in großen Städten wie auf dem Land. Eine einheitliche Definition fällt schwer, da zwischen den einfachen Radwegen auf Autostraßen und Radwanderwegen oder auch Radreisewegen unterschieden werden muss. Des Weiteren können Radwege auch als Radfernwege auftauchen und werden mancherorts auch als Velorouten bezeichnet. Als Gemeinsamkeit kann gelten, dass es sich durchweg um Wege handelt, die vorrangig oder ausschließlich Radfahrerinnen und Radfahrern vorbehalten sind und die eine entsprechende Abgrenzung gegenüber dem sonstigen Verkehr, also sowohl gegenüber Fußgängern als auch Autos beinhaltet.

Radwege als Radverkehrsanlage

Wer eine klassische Definition für Radwege sucht, findet diese in der deutschen Straßenverkehrsordnung (StVO). Hier ist von Radverkehrsanlagen die Rede, die mit entsprechenden Zeichen angezeigt werden. Das weiße Fahrrad auf blauem Grund ist hinlänglich bekannt und tritt dieses Zeichen in Kombination mit Fußgängern auf, so handelt es sich um einen Radfahrstreifen oder eine geteilte Straße. Radverkehrsanlagen finden sich in aller Regel in Städten und sorgen dafür, dass sicher mit dem Fahrrad gefahren werden kann. Die Radwege werden entweder allein durch Abtrennung von der Fahrbahn oder in baulicher Form angelegt, wobei eine Fülle an Möglichkeiten und Herangehensweisen existiert. Des Weiteren unterscheidet man Radwege mit einer Benutzungspflicht und solche, bei denen es freigestellt ist und alternativ auch auf der Straße gefahren werden darf. Selbst Gehwege sind hier und da für den Radverkehr freigegeben, was dann durch eigene Schilder kenntlich gemacht wird. Die Regelungen sind aber zum Teil kompliziert und können von Stadt zu Stadt variieren.

Geschichte der Radwege in Deutschland

Doch seit wann gibt es überhaupt eigene Radwege? Die Frage ist durchaus berechtigt, denn in den Anfangszeiten von Fahrrad und Auto teilten sich sämtliche Verkehrsteilnehmer einträchtig die Straßen und Wege. Anfang des 20. Jahrhunders begann man jedoch der erheblichen Zunahme des Radverkehrs Rechnung zu tragen und es wurden erste Maßnahmen unternommen, um das Radfahren weniger gefährlich zu machen. Als ältester Radweg in Deutschland gilt der Anlagenring in Offenbach am Main, die Pflicht, Radwege zu benutzen, wurde im Rahmen der Reichs-Straßenverkehrs-Ordnung (RstVO) des Jahres 1934 festgelegt und in der Straßenverkehrs-Ordnung von 1937 noch einmal bekräftigt. Bis zur Einführung eigener Radwege als Schutzstreifen dauerte es allerdings noch einmal 60 Jahre. Auch unter historischer Perspektive existieren eine Fülle an Sonderregelungen, Einschränkungen, Gesetzen und Verordnungen, die das Nutzen der Radwege regelt. Mal ist diese verpflichtend, mal nicht, mal lassen sich Radwege auch linksseitig nutzen, mal ist dies ausdrücklich verboten und natürlich existieren für alle geltenden Regeln auch eine Reihe von Ausnahmen. Österreich und die Schweiz stehen den Regulierungen im Bereich Radwege in nichts nach und auch in anderen europäischen Ländern prägen Radwege seit vielen Jahrzehnten das Straßenbild.

Diskussion über Radwege

In Deutschland geraten Radwege immer wieder in die Diskussion. Es geht dabei weniger um die Frage nach der grundsätzlichen Notwendigkeit als um die Art und Weise, wie diese angelegt werden. Noch ist man sich nicht darüber einig, wie sich Risiken am besten vermeiden lassen und ob Radwege direkt auf der Fahrbahn oder in abgetrennnter Form zu bevorzugen sind. Vor allem Kreuzungen bergen viele Gefahren und stets gilt es auch, die Rechte der Fußgängerinnen und Fußgänger einzubeziehen. Die Thematik gilt als komplex.

Radwege für Radreisen

Wenn Radwege für Radreisen oder Radtouren genutzt werden, spricht man von Radwanderwegen oder auch von Touristischen Radrouten und Radfernwegen, um vorgeschlagene Begriffe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zu verwenden. Der Unterschied liegt auf der Hand: während einfache Radwege dem Straßenverlauf in einer Stadt folgen und der Sicherheit im Alltag dienen, sind Radfernwege vielfach komplett autofrei und führen durch die Natur. Natürlich zeigen sich die Unterschiede auch in den Distanzen, die zurückgelegt werden und die auf touristischen Radrouten meist mehrere Hundert Kilometer betragen. Radwege für den Tourismus führen gerne an Flüssen entlang oder werden in der Streckenführung von bestimmten Themen inspiriert und geleitet. Die Fülle ist vor allem in Deutschland enorm und über die Jahre ist ein engmaschiges Radwegenetz entstanden, das auch Wechsel zwischen den Routen ermöglicht.

Radwege und deren Kennzeichnung

Radrouten werden in Deutschland in Form rechteckiger länglicher weißer Schilder mit grüner Schrift und Pfeilen sowie Kilometerangaben genutzt. Meist findet sich zudem ein Piktogramm, dass die Fahrradroute anzeigt. Neben den Kennzeichnungen entlang der Routen existieren auch Bewertungen der einzelnen Radwege durch den ADFC. Seit 2006 werden Sterne vergeben, wobei die Wertung von fünf Sternen eher selten ist und bereits das Erreichen von drei oder vier Sternen als Qualitätsmerkmal gilt.

Auch existieren für Radwege als Radfernwege Kriterien, die es zu erfüllen gilt. Natürlich muss ein aussagekräftiger und eindeutiger Name vorliegen und ein Konzept existieren. Mal handelt es sich um Rundkurse, mal um Strecken entlang von Flüssen mit klarem Start- und Zielpunkt. Radfernwege sollten zudem mindestens 150 Kilometer lang sein und mindestens zwei Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Die Breite liegt bei zwei Metern und natürlich dürfen keine Einschränkungen hinsichtlich des Wetters existieren. Mit anderen Worten müssen Radwege für Radreisen wetterfest und befestigt sein. Gewünscht wird auch die Nähe zur Natur und das weitgehende Fehlen von Autoverkehr. Es ist somit nicht damit getan, eine Radspur neben eine Bundesstraße zu setzen, sondern es muss eine Infrastruktur eigens für die Fahrräder existieren. Im Idealfall besteht auch noch eine Anbindung an den Personennahverkehr, um einzelne Passagen mit dem Zug zu überwinden und seitens der zuständigen Behörden muss der gute Zustand stetig überprüft und gewährleistet werden.

Das Radnetz Deutschland

Radwege in Deutschland werden auch in Form der D-Routen ausgewiesen. Die Rede ist von zwölf Radfernwegen, die in der Kombination das so genannte Radnetz Deutschland bilden. Es sind durchweg Langstrecken wie der Nordseeküstenradweg, deren Pendant entlang der Ostseeküste oder auch die Donauroute, Rhein-Route, Elberadweg etc. Die D-Route beinhaltet entsprechend zahlreiche Radwege und ist noch im Aufbau begriffen. Erkennbar sind die Strecken an einem Rad, dessen eine Hälfte mit einer weißen Zahl auf rotem Grund kenntlich gemacht wird.

Radwege international

Auch hinsichtlich der Radfernwege handelt es sich natürlich um keinen Alleingang Deutschlands, sondern zum Teil um europäische Initiativen. Darüber hinaus weisen viele europäische Länder eigene Fernrouten aus, darunter Österreich, die Schweiz sowie Dänemark, die Niederlande und Frankreich, um nur einige zu nennen. Für den Alpenraum existieren zudem auch eigens definierte Mountainbike-Routen, mit denen sich die Berge überqueren lassen und die nur während des Sommers befahrbar sind.

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