Der Napoleon Radweg ist rund 34 km lang hier können sie Geschichte mit dem Radfahren verbinden. Schon über 200 Jahre ist die Doppelschlacht von Jena - Auerstedt 1806 her. Der Napoleonradweg ist verknüpft geschichtliche Erinnerung mit naturschönen Landschaften, ideal für kulturinteressierte Radtouristen.
Mit dem Radweg in Mitteldeutschland werden u. a. die Gedenkstätten Jena - Cospeda, Hassenhausen, Kapellendorf und Auerstedt verbunden. An den sorgfältig ausgearbeiteten Informationstafeln können sie viel interessantes erfahren, die Legenden, historische Ereignisse und Sagen werden gut wiedergegeben.
Sie sehen die unverfälschte Landschaft und den Anblick, den einst Heerführer, wie Napoleon Bonaparte, General von Hohenlohe - Ingelfingen, Feldmarschall Wilhelm Ferdinand Herzog von Braunschweig oder Marschall Louis Nicolas Davout auf das Schlachtfeld hatten.
Der Napoleon Radweg 1806 führt von Jena, genauer dem Ortsteil Cospeda nahe der „Papiermühle“, über Closewitz, Krippendorf, Hermstedt, Schötener Grund, Apolda, Bad Sulza bis zum Ziel Schloss Auerstedt in Auerstedt. Der Einstieg in Cospeda erfolgt rund 2,5 km westlich der Jenaer Innenstadt und markiert den offiziellen Startpunkt.
Zwischen Cospeda und Krippendorf führt die Fahrrad-Route über teils steile Anstiege (160 m auf ca. 1,8 km) bis zur Bockwindmühle, ein historischer Schauplatz kämpferischer Auseinandersetzungen. Der Abschnitt Cospeda‑Krippendorf weist auch naturkundliche Highlights auf, etwa Orchideen und seltene Pflanzen im Naturschutzgebiet Windknollen.
Weiter geht’s auf der Fahrradtour bergab durchs Schötener Grund nach Apolda, dann auf dem Ilmtal-Radweg über Wickerstedt nach Bad Sulza. Dort zweigt die Strecke auf dem Emsenbach-Radweg ab und endet nach einem Abstecher mit Napoleonslinden in Auerstedt .
Die Route erinnert an die Doppelschlacht von Jena und Auerstedt (14.10.1806), bei der Napoleon siegreich über die preußischen Kräfte siegte. Zahlreiche Gedenksteine, Denkmäler und Informationstafeln entlang des Radweges berichten über Napoleon, Marschall Davout, Feldmarschall Braunschweig oder General Hohenlohe. In Cospeda befindet sich das Museum „1806“, das mit Exponaten und audiovisuellen Führungen aufwartet. Der Napoleonstein auf dem Windknollen und die Bockwindmühle in Krippendorf markieren signifikante Punkte des Schlachtverlaufs. In Auerstedt bildet das Schloss Auerstedt, einst preußisches Hauptquartier, mit seinem Museum, Kutschenbausammlung und Weidenrutenpalast das eindrucksvolle Finale.
Der Napoleon Radweg 1806 verläuft auf vielfältiger Wegqualität wie befestigte Feldwege, Asphalt und gut befahrbare Landstraßen mit geringem Verkehr. Auf dem Windknollen erwartet Sie eine einzigartige Halbtrockenrasenlandschaft, geprägt von Muschelkalkboden, Orchideen und Reptilien wie Ringelnattern. Der Abschnitt durchs Schötener Grund und entlang der Ilm durch Apolda und Bad Sulza bietet reizvolle landwirtschaftlich geprägte Umgebung und Weinberge.
Mit ca. 260 hm Aufstieg und 213 hm Abstieg ist die Radtour als mittel einzustufen. Die Wegführung ist überwiegend ausgeschildert, wobei zwischen Cospeda und Krippendorf gelegentlich Verwirrung mit Wanderwegen möglich ist. Der Napoleon-Radweg 1806 bietet Anschluss an regionale Radwege wie Thüringer Städtekette, Ilmtal-Radweg und Saale-Radweg.
Zum krönenden Abschluss lädt "Reinhardt’s im Schloss“ in Auerstedt zu einer regionalen Genussküche ein. In der Wachstumsregion Bad Sulza locken Weingut Zahn und saisonale Veranstaltungen wie Federweißerfest bzw. Weinfeste. Besonders empfehlenswert: der Audiowalk ab Museum 1806 mit Eindrücken aus Napoleons Perspektive, begleitet von Janet Cardiff’s Audiokomposition.
Der Napoleon-Radweg ist mehr als eine Radtour, es ist eine zeitreisegleiche Expedition, die militärische Geschichte, Natur und regionale Kulinarik verbindet. Ideal für kulturinteressierte Radfahrer\:innen, die historische Schlachtfelder hautnah erleben und die Landschaften in Thüringen genießen möchten.