Radweg auf den Spuren der Kelten von Themar nach Bad Königshofen.
Der Kelten Radweg ist eine faszinierende Radroute, die auf rund 42 Kilometern quer durch die idyllische Landschaft Südthüringens und Unterfrankens führt. Von Themar über das geschichtsträchtige Kloster Veßra, vorbei an kleinen Dörfern mit keltischen Wurzeln bis in das Kurstädtchen Bad Königshofen, erleben Radfahrer auf dem Kelten Radweg eine einzigartige Verbindung aus Natur, Kultur und Geschichte. Ideal für einen Tagesausflug oder als Teil einer mehrtägigen Radtour, entführt dieser Weg in eine Zeit, in der keltische Stämme die Region prägten.
Der Kelten Radweg beginnt in Themar, einem charmanten Städtchen am Flüsschen Werra. Hier können sich Radfahrer vor dem Start mit Proviant versorgen und sich auf eine erlebnisreiche Radtour einstimmen. Themar bietet mit seinem historischen Stadtkern und der gut erhaltenen Stadtmauer bereits einen Vorgeschmack auf die kulturelle Vielfalt, die den Kelten Radweg auszeichnet. Der Kelten Radweg verläuft hier parallel zum Werratal Radweg.
Nur wenige Kilometer weiter erreicht man das Hennebergische Museum Kloster Veßra, ein echtes Highlight entlang des Kelten Radwegs. Das ehemalige Prämonstratenserkloster ist heute ein bedeutendes Freilichtmuseum und dokumentiert eindrucksvoll die Geschichte der Region. Die eindrucksvollen Klosterruinen, das Museumsgelände mit alten Bauernhäusern und Werkstätten sowie zahlreiche Ausstellungen machen diesen Halt zu einem Pflichtprogramm für kulturinteressierte Radler.
Weiter geht die Radtour nach Grimmelshausen, einem kleinen Ort, der wie viele Stationen entlang des Kelten Radwegs mit ländlichem Charme und einer ruhigen Atmosphäre punktet. Der gut ausgebaute Radweg und die sanft geschwungene Hügellandschaft machen die Strecke ideal für Genussradler und Familien.
Die Dörfer Trostadt, Reurieth und Dingsleben bieten dem Radfahrer eine entspannte Fahrt durch offene Felder, Wiesen und kleine Waldstücke. Hier ist die Natur allgegenwärtig, und immer wieder finden sich Spuren der keltischen Vergangenheit, sei es in Form alter Flurnamen, Überreste von Grabhügeln oder durch archäologische Funde in der Umgebung.
Die Region rund um Reurieth ist zudem bekannt für ihre alten Obstsorten und Streuobstwiesen, eine perfekte Gelegenheit für eine kleine Rast mit Blick auf die Rhön und vielleicht einem Apfel direkt vom Baum.
Ein weiteres Highlight des Kelten Radwegs ist der Ort Haina, der mit seinen typischen Fachwerkhäusern zum Verweilen einlädt. Nur wenige Kilometer weiter wartet Römhild, eine Stadt mit keltisch-römischer Geschichte und bedeutenden archäologischen Fundstätten. Besonders sehenswert ist der Steinsburg-Museum auf dem Kleinen Gleichberg, das sich der keltischen Besiedlung widmet. Hier wurde eine der größten keltischen Festungen in Mitteleuropa entdeckt, ein eindrucksvoller Beweis für die Bedeutung dieser Region in der vorrömischen Zeit.
Ein kleiner Abstecher zur Steinsburg lohnt sich besonders für kulturhistorisch Interessierte. Die Reste der einstigen Wallanlagen und das Museum vermitteln ein authentisches Bild der keltischen Kultur in Südthüringen.
Durch sanft hügeliges Gelände führt der Kelten Radweg weiter nach Milz, Hindfeld und Eicha. Diese Ortschaften befinden sich bereits nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze, die heute keine Barriere mehr darstellt, sondern eher als verbindendes Element zweier Kulturräume gesehen werden kann. Auch hier lässt sich viel über die Geschichte der Region erfahren, nicht nur über die Kelten, sondern auch über das Leben im Grenzland der jüngeren Vergangenheit.
Die ruhigen Ortsstraßen und verkehrsarmen Wege sind ideal für entspannte Radfahrten, bei denen man tief in die Landschaft eintauchen kann. Alte Fachwerkhäuser, Dorfbrunnen und Kirchen säumen den Weg und erzählen von einer Zeit, in der diese Orte wichtige Stationen im lokalen Handels- und Kulturleben waren.
Mit dem Erreichen von Trappstadt wechselt der Kelten Radweg von Thüringen nach Unterfranken in Bayern. Die Landschaft verändert sich dabei kaum, sie bleibt lieblich, ländlich und von Feldern und kleinen Wäldern geprägt. Trappstadt selbst ist ein ruhiger Ort mit einer gepflegten Dorfstruktur und historischen Bauten. In Eyershausen und Ipthausen ist die fränkische Bauweise besonders deutlich zu erkennen. Hier lohnt es sich, durch die Gassen zu schlendern und regionale Spezialitäten zu probieren.
Die fränkische Küche, bekannt für ihre herzhaften Gerichte und guten Biere, bietet Radreisenden die ideale Stärkung für die letzte Etappe.
Der Kelten Radweg endet in Bad Königshofen im Grabfeld, einer charmanten Kurstadt mit vielfältigem Angebot für Körper und Geist. Nach einer Radtour durch die hügelige Landschaft lädt die FrankenTherme zum Entspannen ein, ob im Heilwasser, in der Sauna oder im Natur-Heilsee.
Bad Königshofen ist nicht nur wegen seiner Kureinrichtungen bekannt, sondern auch durch seine Lage im Grabfeld, einer Region mit zahlreichen Funden aus der Keltenzeit. Informationstafeln, kleine Museen und archäologische Spuren rund um die Stadt erinnern an die keltische Vergangenheit und machen die Fahrradtour entlang des Kelten Radwegs auch im Zielort erlebbar.
Auf der Radtour, überwinden Sie einen Höhenunterschied von ca. 276 bis 500 Meter über NN.
Der Kelten Radweg ist weit mehr als nur eine Radtour, er ist eine Radreise in die Vergangenheit, ein Naturerlebnis und ein kultureller Streifzug zugleich. Auf rund 42 Kilometern führt er durch malerische Landschaften, historische Orte und kulturell bedeutsame Stätten, die den Einfluss der Kelten in der Region sichtbar machen. Die Route ist ideal für Tagesausflügler, Familien oder Geschichtsinteressierte, die eine abwechslungsreiche, gut befahrbare Strecke suchen.
Besonders hervorzuheben ist die Kombination aus landschaftlicher Schönheit, kulturellem Tiefgang und regionaler Gastfreundschaft. Ob ein Picknick in den Wiesen rund um Reurieth, ein Besuch im Steinsburg-Museum in Römhild oder ein entspannter Tagesausklang in der Therme von Bad Königshofen, der Kelten Radweg bietet für jeden Geschmack das passende Erlebnis.
Wer den Kelten Radweg einmal gefahren ist, wird ihn nicht so schnell vergessen, denn selten verbindet ein Radweg so gekonnt Natur, Kultur und Geschichte auf solch angenehme Weise. Also: Aufsatteln und eintauchen in die faszinierende Welt der Kelten!