Fahrradreisen

Fürst-Pückler-Radweg, auf den Spuren des berühmten Landschaftskünstlers durch Brandenburg und SachsenFürst von Pückler Radweg

Der Fürst-Pückler-Radweg gehört zu den schönsten und abwechslungsreichsten Radfernwegen Deutschlands. Auf rund 500 Kilometern verbindet er beeindruckende UNESCO-Welterbestätten, prachtvolle Landschaftsparks, idyllische Flusslandschaften, die faszinierende Lausitzer Seenlandschaft sowie historische Städte miteinander. Benannt wurde der Radweg nach Fürst Hermann von Pückler-Muskau, einem der bedeutendsten Landschaftsgestalter Europas, dessen visionäre Parkanlagen bis heute Besucher aus aller Welt begeistern.

Fürst Pückler Radweg, eine einzigartige Rundtour zwischen Parkkunst, Seenlandschaften und Industriekultur

Wer Natur liebt, historische Parkanlagen entdecken möchte und gleichzeitig die spannende Entwicklung der Lausitz erleben will, findet im Fürst Pückler Radweg die ideale Radreise. Von den weltberühmten Parkanlagen in Branitz und Bad Muskau über die imposante Förderbrücke F60, die neue Lausitzer Seenlandschaft, romantische Schlösser und historische Städte bis hin zum einzigartigen Spreewald bietet jede Etappe neue Höhepunkte. Der Fürst Pückler Radweg vereint Erholung, Kultur, Geschichte und beeindruckende Landschaften auf einzigartige Weise. Ob als mehrtägiger Radurlaub oder in einzelnen Etappen – diese Rundtour bleibt lange in Erinnerung und zählt zweifellos zu den attraktivsten Radwegen in Brandenburg und Sachsen.

Start in Cottbus – Fürst Pücklers Vermächtnis erleben

Die Radreise beginnt in Cottbus, genauer gesagt im Stadtteil Branitz. Hier befindet sich der weltberühmte Branitzer Park, das letzte große Meisterwerk von Fürst Hermann von Pückler-Muskau. Weitläufige Wiesen, geschwungene Wege, kunstvoll angelegte Wasserläufe und die weltbekannten Pyramiden im See machen den Park zu einem unvergesslichen Auftakt der Radtour. Schon hier zeigt sich, warum der Fürst-Pückler-Radweg seinen Namen trägt: Landschaft und Natur wurden nicht dem Zufall überlassen, sondern kunstvoll gestaltet und harmonisch miteinander verbunden. Neben dem Park lohnt sich auch ein Spaziergang durch die historische Altstadt von Cottbus mit ihren gemütlichen Cafés, Restaurants und zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Von Cottbus nach Forst (Lausitz)

Die ersten Kilometer führen durch die typische Landschaft der Niederlausitz. Felder, Wälder und kleine Dörfer wechseln sich angenehm ab. In Forst (Lausitz) wartet bereits das nächste Highlight: der berühmte Ostdeutsche Rosengarten. Besonders während der Blütezeit verwandeln tausende Rosen die Parkanlage in ein wahres Farbenmeer. Zahlreiche Themengärten, Brunnen und historische Gebäude machen den Rosengarten zu einem beliebten Zwischenstopp.

UNESCO-Welterbe in Bad Muskau

Weiter geht es entlang der Neiße nach Bad Muskau, einem der kulturellen Höhepunkte des gesamten Fürst Pückler Radwegs. Der Muskauer Park zählt zum UNESCO-Welterbe und gilt als bedeutendstes Werk Fürst Pücklers. Auf deutscher und polnischer Seite erstreckt sich eine riesige Parklandschaft, die Natur und Architektur in einzigartiger Weise miteinander verbindet. Das Neue Schloss, die Orangerie sowie kilometerlange Parkwege laden zum Verweilen ein. Wer den Fürst Pückler Radweg fährt, sollte sich ausreichend Zeit für dieses außergewöhnliche Gartendenkmal nehmen.

Fürst-Pückler-Radweg, Rhododendren und Rakotzbrücke in Kromlau

Nur wenige Kilometer entfernt wartet bereits das nächste Naturjuwel. Der Kromlauer Park begeistert mit seiner weltberühmten Rakotzbrücke, die sich malerisch über den Rakotzsee spannt. Besonders im Frühjahr, wenn Azaleen und Rhododendren blühen, zählt der Park zu den schönsten Fotomotiven Sachsens. Die ruhigen Wege eignen sich hervorragend für eine kleine Pause im Grünen.

Durch die Oberlausitz nach Schleife und Spremberg

Über Schleife, eine traditionsreiche Gemeinde der sorbischen Kultur, führt der Fürst Pückler Radweg weiter Richtung Spremberg. Unterwegs begegnen Radfahrer immer wieder der reichen Geschichte der Lausitz. Sorbische Traditionen, zweisprachige Ortsschilder und kleine Museen vermitteln interessante Einblicke in das Leben der regionalen Minderheit. Spremberg selbst besitzt eine sehenswerte Altstadt, historische Bürgerhäuser sowie ein eindrucksvolles Schloss.

Lausitzer Seenland rund um Senftenberg 

Mit Senftenberg erreicht der Fürst-von-Pückler-Radweg eine der spannendsten Regionen von Deutschland. Wo einst Braunkohle gefördert wurde, entstand in den vergangenen Jahrzehnten Europas größte künstliche Seenlandschaft. Heute laden zahlreiche Seen, Strände und moderne Hafenanlagen zum Baden, Segeln oder Entspannen ein. Der Senftenberger See gilt dabei als eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region und bietet ideale Möglichkeiten für eine längere Rast.

Industriekultur in Lauchhammer und Plessa

Die nächsten Etappen führen nach Lauchhammer und Plessa, wo eindrucksvoll die Geschichte des Bergbaus und der Industrialisierung sichtbar wird. Historische Hochöfen, Industriedenkmäler und ehemalige Kraftwerke erzählen von der wirtschaftlichen Entwicklung der Lausitz. Besonders technikinteressierte Radfahrer kommen hier voll auf ihre Kosten. 

Elsterwerda und Bad Liebenwerda

Über ruhige Radwege erreicht man Elsterwerda, dessen Schloss und historische Innenstadt zum Bummeln einladen. Anschließend führt der Fürst Pückler Radweg nach Bad Liebenwerda, einem traditionsreichen Kurort an der Schwarzen Elster. Thermen, Kurparks und gemütliche Cafés sorgen hier für entspannte Stunden und bieten ideale Möglichkeiten, neue Kraft für die nächsten Etappen zu sammeln.

Klosterstadt Doberlug-Kirchhain

Mit Doberlug-Kirchhain erreicht die Route eine der geschichtsträchtigsten Städte Brandenburgs. Das imposante Schloss Doberlug sowie die ehemalige Zisterzienserabtei gehören zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Region. Die historische Altstadt lädt zum Flanieren und Entdecken ein.

Gigantischer Förderturm F60 in Lichterfeld

Ein absolutes Highlight erwartet Radfahrer in Lichterfeld. Die Förderbrücke F60 zählt zu den größten beweglichen Arbeitsmaschinen der Welt und wird häufig als "liegender Eiffelturm der Lausitz" bezeichnet. Besucher können die gigantische Stahlkonstruktion besichtigen und dabei spektakuläre Ausblicke über das ehemalige Tagebaugelände genießen. Kaum ein anderer Abschnitt des Fürst-Pückler-Radwegs zeigt den Strukturwandel der Lausitz so eindrucksvoll.

Natur genießen rund um Sallgast und Großräschen

Über Sallgast führt die Route weiter nach Großräschen. Auch hier prägen rekultivierte Tagebaulandschaften das Bild. Moderne Uferpromenaden, neue Seen und weitläufige Radwege zeigen eindrucksvoll, wie sich ehemalige Bergbaugebiete in attraktive Freizeitlandschaften verwandelt haben. Großräschen besitzt einen sehenswerten Stadthafen und bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Einkehr.

Pritzen und Altdöbern – stille Orte mit besonderem Charme 

Die kleineren Orte Pritzen und Altdöbern vermitteln die ruhige Seite der Niederlausitz. Vor allem das Schloss Altdöbern mit seinem herrlichen Park zählt zu den schönsten Sehenswürdigkeiten entlang des Fürst Pückler Radwegs. Hier genießen Radfahrer Natur, Ruhe und beeindruckende historische Architektur.

Romantisches Fürstlich Drehna

Weiter geht es nach Fürstlich Drehna, wo ein märchenhaftes Wasserschloss auf Besucher wartet. Das Schloss mit seinem historischen Park bildet eine wunderschöne Kulisse und erinnert erneut an die Gartenkunst, die den gesamten Fürst Pückler Radweg prägt. 

Historische Städte Luckau und Calau

Mit Luckau erreicht die Route eine hervorragend erhaltene mittelalterliche Altstadt. Stadttore, Kirchen und liebevoll restaurierte Bürgerhäuser vermitteln eindrucksvoll die Geschichte Brandenburgs. Anschließend führt der Fürst Pückler Radweg nach Calau, das vielen als Heimat der berühmten Calauer Kalauer bekannt ist. Die charmante Altstadt lädt zu einer gemütlichen Pause ein.

Spreewald erleben – Raddusch und Burg

Ein weiterer Höhepunkt erwartet Radfahrer im UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald. Über Raddusch geht es nach Burg, einem der beliebtesten Urlaubsorte der Region. Unzählige Wasserarme, urige Kähne, kleine Brücken und dichte Erlenwälder schaffen eine einzigartige Landschaft. Wer möchte, kann hier eine traditionelle Kahnfahrt unternehmen oder die berühmten Spreewälder Spezialitäten genießen. Der Fürst Pückler Radweg zeigt sich in diesem Abschnitt besonders naturnah und familienfreundlich.

Peitz und zurück nach Cottbus

Über Peitz, bekannt für seine historische Festung und die weitläufigen Teichlandschaften, führt die letzte Etappe zurück nach Cottbus. Nach zahlreichen beeindruckenden Eindrücken schließt sich hier der Kreis einer außergewöhnlichen Rundreise durch Brandenburg und Sachsen.

Natur, Kultur und Geschichte perfekt kombiniert

Der Fürst Pückler Radweg verbindet auf einzigartige Weise prachtvolle Schlossparks, UNESCO-Welterbestätten, idyllische Flusslandschaften, die beeindruckende Lausitzer Seenlandschaft, historische Altstädte und spannende Industriekultur. Kaum ein anderer deutscher Radfernweg bietet eine derart abwechslungsreiche Kombination unterschiedlichster Landschaften und Sehenswürdigkeiten. Dank überwiegend flacher Streckenführung eignet sich der Fürst Pückler Radweg hervorragend für Familien, Genussradler sowie Radurlauber jeden Alters. Zahlreiche Bahnhöfe entlang der Strecke ermöglichen zudem einen flexiblen Einstieg oder einzelne Etappen.  

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