Fahrradreisen

Froschradweg Froschradweg, Schloss im Fürst Pückler Park

Der Froschradweg gehört zu den schönsten Rundradwegen der Oberlausitz und verbindet eindrucksvoll Natur, Kultur und Geschichte. Auf rund 260 Kilometern führt der abwechslungsreiche Radweg durch ausgedehnte Heide- und Waldlandschaften, vorbei an idyllischen Teichen, kleinen Dörfern, historischen Städten und beeindruckenden Parkanlagen. Seinen Namen verdankt der Froschradweg der froschreichen Teichlandschaft der Oberlausitz, die zu den bedeutendsten Naturräumen Sachsens zählt. Die Rundtour beginnt und endet in Hoyerswerda und verläuft über Zeißholz, Bernsdorf, Biehla, Commerau, Kollm, Thiemendorf, Niesky, Biehain, Skerbersdorf, Bad Muskau und Kromlau zurück nach Hoyerswerda. Dabei erleben Radfahrer eine faszinierende Mischung aus stillen Wäldern, ehemaligen Braunkohlerevieren, historischen Ortskernen, Schlössern, Parks und zahlreichen Naturschutzgebieten. Wer Ruhe, abwechslungsreiche Landschaften und gut ausgebaute Radwege schätzt, wird den Froschradweg lieben.

Froschradweg – Natur, Heide- und Teichlandschaften zwischen Hoyerswerda und Bad Muskau erleben

Der Froschradweg gehört zu den naturnahesten Radwegen von Sachsen. Besonders beeindruckend ist die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft mit ihren hunderten Fischteichen, Mooren und Feuchtgebieten. Hier leben zahlreiche seltene Tierarten wie Kraniche, Fischadler, Seeadler, Schwarzstörche, Biber, Fischotter und natürlich viele verschiedene Froscharten, die dem Radweg seinen Namen gegeben haben. Wer aufmerksam unterwegs ist, entdeckt entlang der Strecke immer wieder Beobachtungstürme und Naturlehrpfade. Neben der beeindruckenden Natur bietet der Froschradweg zahlreiche kulturelle Sehenswürdigkeiten. Historische Kirchen, alte Gutshöfe, traditionelle Oberlausitzer Dörfer und beeindruckende Parkanlagen erzählen von der langen Geschichte dieser Region. Besonders Bad Muskau und Niesky setzen kulturelle Höhepunkte, während kleinere Orte ihren ganz eigenen Charme bewahrt haben.

Frosch-Radweg startet in Hoyerswerda – Zwischen Geschichte und Moderne

Der Ausgangspunkt des Froschradwegs ist Hoyerswerda. Die Stadt verbindet ihre historische Altstadt mit moderner Architektur und den Spuren des Strukturwandels in der Lausitz. Sehenswert sind das Schloss Hoyerswerda, der Marktplatz sowie zahlreiche Cafés und Restaurants, die sich ideal für eine erste Pause eignen. Hoyerswerda liegt eingebettet zwischen Wäldern, Seen und Heidelandschaften und ist damit der perfekte Ausgangspunkt für eine ausgedehnte Radtour. Bereits nach wenigen Kilometern verlässt der Froschradweg die Stadt und führt hinein in die ruhige Natur der Oberlausitz.

Von Hoyerswerda nach Zeißholz – Wälder und Heidelandschaften

Die Strecke nach Zeißholz verläuft größtenteils auf ruhigen Wegen durch ausgedehnte Kiefernwälder. Immer wieder öffnen sich Lichtungen und kleine Heidelandschaften, die besonders im Spätsommer in kräftigen Farben leuchten. Die Region war über Jahrzehnte vom Braunkohlebergbau geprägt. Heute wurden viele Flächen renaturiert und bilden wertvolle Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Gerade hier zeigt sich eindrucksvoll, wie sich Natur ehemalige Industrielandschaften zurückerobert.

Bernsdorf – Zwischen Bergbaugeschichte und Natur

Über Zeißholz erreicht der Froschradweg Bernsdorf. Die Stadt blickt auf eine lange Industriegeschichte zurück, besitzt aber gleichzeitig zahlreiche grüne Oasen und Naherholungsgebiete. Rund um Bernsdorf wechseln sich Wälder, Felder und kleine Seen ab. Die ruhigen Straßen und gut ausgebauten Radwege machen diesen Abschnitt besonders angenehm. Zahlreiche Rastplätze laden unterwegs zum Verweilen ein.

Biehla – Kleine Dörfer mit Oberlausitzer Charme

Weiter führt der Froschradweg nach Biehla. Der kleine Ort vermittelt den typischen Charakter der Oberlausitz mit gepflegten Bauernhöfen, alten Linden und ruhigen Dorfstraßen. Hier erleben Radfahrer die entschleunigte Seite Sachsens. Fernab großer Verkehrswege genießt man die Stille der Natur und entdeckt immer wieder kleine Sehenswürdigkeiten entlang des Weges.

Commerau – Das Dorf der Teiche

Commerau gehört zu den landschaftlichen Höhepunkten des Froschradwegs. Das Dorf liegt mitten in einer der bekanntesten Teichlandschaften Deutschlands. Zahlreiche Fischteiche prägen seit Jahrhunderten das Landschaftsbild. Hier fühlen sich nicht nur Frösche wohl, sondern auch Fischreiher, Kraniche, Störche, Seeadler und viele seltene Wasservögel. Besonders im Frühjahr und Herbst bietet die Region beeindruckende Naturbeobachtungen. Radfahrer genießen den Blick über die Wasserflächen, während sich der Weg harmonisch durch die einzigartige Landschaft schlängelt. 

Kollm – Aussicht über die Oberlausitz

Der nächste größere Ort ist Kollm. Bekannt ist der Kollm vor allem durch seinen markanten Aussichtsturm auf dem gleichnamigen Berg. Wer etwas zusätzliche Kondition mitbringt, sollte den kurzen Abstecher auf den Kollm unbedingt einplanen. Vom Aussichtsturm reicht der Blick weit über die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft bis nach Polen und bei guter Sicht sogar bis ins Riesengebirge. Der Froschradweg belohnt hier mit einem der schönsten Panoramablicke der gesamten Radtour.

Thiemendorf – Natur pur

Von Kollm führt der Froschradweg weiter durch ausgedehnte Wälder nach Thiemendorf. Dieser Abschnitt zählt zu den ruhigsten der gesamten Rundtour. Dichte Kiefernwälder, kleine Lichtungen und schmale Waldwege schaffen eine entspannte Atmosphäre. Gerade an warmen Sommertagen sorgen die Wälder für angenehmen Schatten. Immer wieder begegnen Radfahrer kleinen Teichen und naturbelassenen Feuchtgebieten, die zahlreichen Amphibien und Wasservögeln als Lebensraum dienen.

Niesky – Stadt der Moderne

Mit Niesky erreicht der Froschradweg eine der interessantesten Städte der Oberlausitz. Bekannt wurde Niesky vor allem durch seine bedeutende Holzhausarchitektur. Die historische Holzhaussiedlung sowie zahlreiche Gebäude im Bauhausstil machen die Stadt architektonisch einzigartig. Gleichzeitig laden gemütliche Cafés und Restaurants zu einer längeren Pause ein. Auch kulturell bietet Niesky zahlreiche Veranstaltungen und Museen, die einen Zwischenstopp lohnenswert machen.

Biehain – Grenznahe Landschaften

Hinter Niesky verändert sich die Landschaft erneut. Der Froschradweg führt nach Biehain nahe der deutsch-polnischen Grenze. Die Region ist geprägt von stillen Wäldern, ausgedehnten Wiesen und zahlreichen kleinen Seen. Hier erlebt man die Oberlausitz von ihrer ursprünglichsten Seite. Verkehr gibt es kaum, dafür umso mehr Natur. Rehe, Füchse und zahlreiche Vogelarten begleiten Radfahrer auf diesem ruhigen Streckenabschnitt.

Skerbersdorf – Wälder und Teiche

Über wenig befahrene Wege geht es weiter nach Skerbersdorf. Auch hier bestimmen Wälder, Heideflächen und kleine Gewässer das Landschaftsbild. Besonders Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten. Die Region gehört zu den artenreichsten Gebieten der Oberlausitz und bietet ideale Voraussetzungen für entspannte Radtouren. Der Froschradweg zeigt sich hier besonders naturnah und abwechslungsreich.

Bad Muskau – UNESCO-Welterbe und Fürst Pücklers Meisterwerk

Einer der absoluten Höhepunkte des Frosch-Radwegs ist Bad Muskau. Weltberühmt ist die Stadt durch den UNESCO-Welterbe Muskauer Park, den Fürst Hermann von Pückler-Muskau im 19. Jahrhundert gestalten ließ. Der weitläufige Landschaftspark zählt zu den schönsten Europas und erstreckt sich sogar über die deutsch-polnische Grenze.
Prächtige Baumalleen, kunstvoll angelegte Wiesen, Brücken, Seen und das imposante Neue Schloss machen einen Besuch unvergesslich. Bad Muskau bietet außerdem zahlreiche Restaurants, Cafés und Übernachtungsmöglichkeiten und eignet sich hervorragend für eine längere Rast.

Kromlau – Die berühmte Rakotzbrücke

Nur wenige Kilometer weiter erreicht der Froschradweg den Rhododendronpark Kromlau. Internationale Bekanntheit besitzt der Park vor allem wegen der berühmten Rakotzbrücke, die durch ihre außergewöhnliche Form weltweit zu den meistfotografierten Brücken Deutschlands zählt. Vor allem während der Rhododendronblüte im Frühjahr verwandelt sich der Park in ein wahres Farbenmeer. Aber auch zu jeder anderen Jahreszeit lohnt sich ein Besuch. Der weitläufige Park lädt zum Spazieren und Entspannen ein und gehört zu den schönsten Gartenanlagen Sachsens.

Rückweg nach Hoyerswerda

Von Kromlau führt der Froschradweg schließlich wieder zurück nach Hoyerswerda. Unterwegs wechseln sich Wälder, Heidelandschaften, kleine Dörfer und ehemalige Tagebaugebiete miteinander ab. Zahlreiche Seen erinnern an den erfolgreichen Landschaftswandel der Lausitz und bieten immer wieder schöne Rastmöglichkeiten. Nach einer abwechslungsreichen Rundtour schließt sich in Hoyerswerda der Kreis. 

Familienfreundlich und abwechslungsreich

Der Froschradweg eignet sich hervorragend für Familien, Freizeitradler und Genussradfahrer. Die Wege verlaufen überwiegend auf ruhigen Straßen, befestigten Radwegen und gut fahrbaren Waldwegen. Zahlreiche Rastplätze, Gaststätten und Unterkünfte entlang der Strecke ermöglichen eine flexible Etappenplanung. Viele Abschnitte lassen sich auch hervorragend als Tagesausflug fahren.

Fazit – Der Froschradweg zählt zu den schönsten Rundtouren Sachsens

Der Froschradweg verbindet auf einzigartige Weise Natur, Kultur und Erholung. Von Hoyerswerda über Zeißholz, Bernsdorf, Biehla, Commerau, Kollm, Thiemendorf, Niesky, Biehain, Skerbersdorf, Bad Muskau und Kromlau zurück nach Hoyerswerda erleben Radfahrer eine der abwechslungsreichsten Landschaften der Oberlausitz. Teichlandschaften, dichte Wälder, historische Städte, UNESCO-Welterbe, außergewöhnliche Parks und stille Dörfer machen jede Etappe zu einem besonderen Erlebnis. Ob als mehrtägige Rundreise oder in einzelnen Tagesetappen – der Froschradweg begeistert mit seiner Vielfalt, seiner Ruhe und seiner einzigartigen Natur. Wer die Oberlausitz authentisch erleben möchte, findet im Froschradweg einen hervorragend ausgeschilderten Radweg, der landschaftliche Schönheit, kulturelle Höhepunkte und entspannte Genussmomente auf ideale Weise miteinander verbindet. 

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